ANNAHMEBEDINGUNGEN

Annahmebedingungen zur Entsorgung in der T. A. Lauta – Stand 03/2020

Die technischen Einrichtungen der Thermischen Abfallbehandlungsanlage in Lauta erlauben die Annahme von Abfällen, deren Brennverhalten dem des Hausmülls ähnelt. Es werden deshalb nur solche Abfälle angenommen, bei deren Behandlung schädliche Einwirkungen auf die Anlage, das Bedienungspersonal und die Umwelt nicht zu befürchten sind.

 

Negativliste

Von der Annahme zur thermischen Behandlung sind alle Abfälle ausgeschlossen, die nicht im  Positivkatalog der TAL enthalten sind.

  1. Nicht brennbare Stoffe und Abfälle, wie z. B. große Mengen von Asche, Schlacke, Erde, Bauschutt, Sand, Glas, Ton, Steine usw.
  2. Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (KFK, CFK), Mineralfaserverstärkter bzw. Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) sowie mit Reaktionsharzmassen imprägnierte Faser-Flächenstoffe (z. B. Epoxidharze, Phenolharze usw.)
  3. Exkremente, Stalldung, Tierkadaver usw., was eine Gefahr für die Anlage oder deren Bedienungspersonal darstellt.
    Die Anlieferung von spitzen und scharfen Gegenständen aus Krankenhäusern, von
    Infusionsbesteck und Wundverbänden hat in bruchfesten Behältnissen zu erfolgen.
  4. Schlammige, flüssige oder leicht vergasende Stoffe
    Die Verunreinigung des Abfalls ist auf eine tropffreie Restanhaftung begrenzt.
  5. Leicht entzündbare oder explosive Stoffe, z. B. Feuerwerkskörper, Munition und Karbidrückstände, Stoffe, die zur Selbstentzündung neigen,
  6. Abfallgemische, die beim Entladen zu starker Staubfreisetzung führen
  7. Radioaktive Stoffe
    Abfälle mit messbarer radioaktiver Strahlungsintensität werden nur bis zu einer am Fahrzeug festgestellten Ortsdosisleistung von ≤ 0,2 µSv/h angenommen.
  8. Kühlschränke, Elektronikschrott, wie z. B. Radios, Fernseher, Computer u.ä.
  9. Heizwertreiche und schadstoffhaltige Abfälle
    mit einem hohen Anteil von z. B. Styropor, Folien, Kunststoffen, PVC, Gipskarton, KMF ...
     

Sperrige Abfälle

Von der direkten Annahme zur thermischen Behandlung sind ebenfalls Abfälle mit einer Kantenlänge über 40 cm ausgeschlossen. Die Beschränkung der maximalen Kantenlänge besteht gleichfalls für verpackte Abfälle (z. B. Ballen oder feste, starre Gebinde).

 

Auch Lieferungen, für die gesondert die Vorzerkleinerung in der T. A. Lauta vereinbart wurde, dürfen keinerlei Abfälle enthalten, die mit der Technik der T. A. Lauta (Rotationszerkleinerer) nicht gebrochen werden können.

 

Deshalb werden folgende Abfälle grundsätzlich zurückgewiesen:

Bauschutt, Transportgummibänder, massive Metallteile, Draht- oder Kabelbündel, lange, unzerbrechliche Stangen oder Rohre, Monolieferungen von Matratzen, gerollte, mehrlagige oder gebündelte Abfallstoffe, wie beispielsweise Teppich-, Folien- und Dachpapperollen oder gebündeltes Papier, lange Bänder, Textilrollen, lange Schnüre …


Entladetechnologie


Die Annahme von Abfällen erfolgt über die Entladeluken auf der Annahmefläche. Deshalb sind nur Fahrzeuge mit Kippeinrichtung oder mit Schubboden zur Abfallentladung in der T. A. Lauta zugelassen.

 

Annahmegrenzwerte

Von der Annahme zur thermischen Behandlung sind alle Abfälle ausgeschlossen, die wegen ihres hohen Gehaltes an Schadstoffen den Betrieb der Thermischen Abfallbehandlungsanlage Lauta in technischer bzw. genehmigungsrechtlicher Hinsicht gefährden.

Es gelten folgende, auf Originalsubstanz bezogene Maximalwerte:

Wassergehalt < 40 Gew.-%
Aschegehalt < 25 Gew.-%
Schwefel (S) < 0,5 Gew.-%
Halogenorganische Stoffe berechnet als Chlor (Cl) < 1,0 Gew.-%
Fluor (F) < 0,025 Gew.-%
Cadmium (Cd), Thallium (Tl)< 0,004 Gew.-%
Antimon (Sb), Arsen (As), Blei (Pb),Kupfer (Cu), Zinn (Sn), Nickel (Ni), Chrom (Cr), Cobalt (Co), Mangan (Mn), Vanadium (V)< 7.000 mg/kg
Quecksilber (Hg) < 7 mg/kg
Polychlorierte Biphenyle (PCB) < 50 mg/kg
Pentachlorphenol (PCP) < 50 mg/kg
Der Richtwert für den Heizwert (Hu) beträgt  ca. 9.000 kJ/kg


Für Abfälle, bei denen Analysenpflicht besteht (siehe Zertifikat Entsorgungsfachbetrieb), ist die Einhaltung dieser Grenzwerte mittels Prüfbericht eines akkreditierten Labors vor der ersten Anlieferung des jeweiligen Abfalls der TAL nachzuweisen.

 

Die Grundvoraussetzungen für die Annahme von Abfällen in der T. A. Lauta sind der

Abschluss eines entsprechenden Entsorgungsvertrages und eine schriftliche

Annahmeerklärung der TAL für den jeweiligen Abfall. Vorrangig sollen dafür die

Formulare gemäß Nachweisverordnung (NachwV) genutzt werden.

 

Für Fragen sowie weiterführende Erläuterungen stehen Ihnen in der TAL folgende

Ansprechpartner zur Verfügung:
 

Herr Christian Heber
Telefon: 035722 933-362
Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailE-Mail
Frau Ute-Doris Koch
Telefon: 035722 933-363
Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-MailE-Mail
Telefax: 035722 933-390 

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